Bonaire / Kralendijk

Als letzte der ABC Inseln sind wir heute auf Bonaire, der kleinsten der Drei angekommen. Gerade mal 18.000 Einwohner. Mit 2 großen Kreuzfahrtschiffen im Hafen, kommt da tagsüber ein ordentlicher Prozentsatz an Besuchern dazu. Wie gestern auf Curacao schon, gibt es hier keinen klassischen Hafen in einer Bucht oder so. Die Schiffe legen quasi direkt am Strand an, dementsprechen klar ist auch das Wasser wenn man vom Schiff runter schaut.

Bonaire hat wohl einige der schönsten Tauchreviere weltweit, deswegen wollte ich heute eigentlich einen reinen Schnorchelausflug per Katamaran machen. So richtig Lust hatte ich aber nicht die ganze Zeit auf einem Boot rum zu hocken. Deswegen hab ich doch auf den Bike Ausflug umgebucht, denn da war auch ein Schnorchel Stop dabei, aber zusätzlich sieht man noch einen großen Teil der Insel.

Das war dann auch die längste Tour mit 50 km und angeblichen 550 Höhenmetern. Diese Höhenangaben kann man bei den Touren aber so ziemlich in der Pfeife rauchen. Das sind nur ganz waage Andeutungen, ob es anstrengend wird oder nicht. Gestern waren auch 350 Höhenmeter angedroht, aber am Ende waren es nur knappe 200. Die Streckenlänge stimmt aber meistens recht genau und deshalb bin ich heute trotzdem lieber mal mit dem E-Bike gefahren, ich bin ja schließlich im Urlaub und da soll man sich ja nicht überanstrengen 😉

Von der Hafenstadt Kralendijk ging es Richtung Norden zu einem schönen Aussichtspunkt mit Blick über die gesamte Insel.

Als die Spanier hier waren, haben sie den gesamten Wald auf der Insel gerodet und damit Schiffe gebaut oder den Rest nach Europa verschifft. Dementsprechend ist es hier sehr trocken und es gibt jede Menge Kakteen. Teilweise ganze Wälder davon. So viele habe ich noch nie auf einem Fleck gesehen.

Die Warnung, dass wir uns mit den Rädern bitte davon fern halten sollen, weil die Stacheln natürlich auch gerne mal runter fallen und am Boden rum liegen, war begründet. Nach kurzer Zeit hatten wir schon den ersten Platten (von insgesamt 3). Aber die Guides sind gut vorbereitet und im Handumdrehen war der Schlauch gewechselt.

Durch die wirklich sehenserte Wüsten- und Kakteen-Landschaft ging es immer weiter nach Norden, zum sog. Goto Meer. Das ist eigentlich kein Meer, sondern eine Gruppe von Seen in denen Flamingos leben. Auf den Fotos sieht man sie zwar kaum, aber es waren einige zu sehen und teilweise auch recht nahe.

Noch ein Stück weiter bis zum Meer ging es noch nach Norden und dann sind wir immer entlang der Küste wieder zurück nach Süden gefahren. Vorbei an einigen Tauchspots, an denen man direkt von der Küste aus anscheinend wunderbar tauchen kann. Das glaubt man gerne, wenn man das kristallklare Wasser gesehen hat.

Leider war unser Badestop nicht an einem dieser Strände, da sie doch recht schwer über die steile Küste zu erreichen sind. Wir sind noch etwas weiter gefahren, bis es wieder flacher wurde.

Ich hätte es garnicht gedacht, aber auch hier war Schnorcheln wirklich lohnenswert. Direkt am Strand gabs ein paar Korallen und jede Menge Fische und auch ein paar Schildkröten zu sehen. Vermutlich nicht zu vergleichen mit einem Schnorchelausflug vom Boot aus direkt an einem der vorgelagerten Riffe, aber für mich war das die schönere Kombination heute. Ich habe auch versucht ein paar Fotos unter Wasser zu machen, aber die wurden leider nicht annähernd so gut wie die von unserem Schnorchel Guide auf Antigua.

Das lag zum einen natürlich daran, dass ich die Bilder mit meinem Handy gemacht habe, das in einer wasserdichten Hülle verpackt war. Zum Anderen aber auch daran, dass ich beim Schnorcheln ohne meine Brille sicher genauso blind bin wie die Fische um mich rum. Deswegen hab ich das Handy grob in die Richtung gehalten und wild drauf los gedrückt, ohne genau zu erkennen was ich da mache 😂

Zurück zum Schiff ging es dann noch ein wenig an der Küste entlang.

Morgen ist dann erstmal wieder ein Seetag angesagt, bevor wir schon auf der letzten Insel der Reise ankommen, Grenada.

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