Letzter Seetag

Heute ist mein letzter Seetag und es ist etwas Zeit um die ganzen Eindrücke und Erlebnisse etwas sacken zu lassen. Wenn ich überlege was ich in so kurzer Zeit alles gesehen habe und durch meine letzten Beiträge hier durch blättere, ist es erstaunlich dass es noch nichtmal zwei Wochen waren. Einerseits kommt es mir viel länger vor, anderseits bin ich aber auch erstaunt, dass es schon wieder fast vorbei sein soll.

Heute war genug Zeit auf meinem Balkon zu entspannen und den Seevögeln beim Fischen zuzuschauen. Beinahe den ganzen Tag konnte man Vögel neben dem Schiff her fliegen sehen und immer wieder sind sie wie Geschosse ins Wasser abgetaucht um Fische zu fangen.

Ein paar Worte zu den Ausflügen

Ich bin ja nicht zum ersten mal auf einem Schiff, wenngleich ich das erste mal in der Karibik bin. Das Prozedere oder die Fragestellung, ob Ausflügen lieber vom Schiff buchen oder selbst was zu organisieren kenne ich zu genüge und habe auch schon öfter darüber nachgedacht und hier auch geschrieben. Bei meiner letzten Kreuzfahrt durch Südostasien hat sich für mich die Frage eigentlich nicht gestellt. Die Zielorte waren so überwältigend vielfältig, dass ich in der kürze der Zeit garnicht wirklich die Chance gesehen hatte, dort in jedem Hafen auf eigene Faust etwas zu unternehmen.

Hier in der Karibik würde ich das teilweise anders machen, falls ich nochmal die Chance dazu hätte. Die meisten Inseln sind relativ klein und dementsprechend leicht zu erkunden. Bis auf die dominikanische Republik würde ich die gefühlte Sicherheit auch so einschätzen, dass man sich auf allen Inseln ohne sich Gedanken machen zu müssen, frei bewegen kann. Vor allem Guadeloupe und die ABC Inseln sind sehr europäisch und modern. Dort würde ich mir nächstes mal lieber ein Auto, Roller oder Irgendwas fahrbares mieten und auf eigene Faust die Insel erkunden. Das ist auch ohne viel Vorbereitung an einem Tag machbar und man kann überall dort hin fahren, wo man möchte und auch geziehlt die ruhigen und abgelegene Ecken und Strände ansteuern. Bei den Ausflügen muss man sich notgedrungen danach richten, wo man hin gebracht wird, weil dort genügend Liegen und Sonnenschirme von Aida angemietet wurden. Hinterher ist man immer schlauer, sagt man ja.

Das soll jetzt aber nicht heißen, dass es furchtbar war, ganz im Gegenteil. Ich sehe Kreuzfahrten als gute Gelegenheit einen kurzen Einblick in viele verschiedene Orte und Kulturen zu bekommen. Auf manchen der besuchten Inseln würde ich sagen, der eine Tag hat mir genügt, bei anderen würde ich durchaus überlegen nochmal für längere Zeit vorbei zuschauen. Zwei definitive Kandidaten hierfür wären Aruba und Curacao.

Wetter und Seegang

Mit dem Wetter und Seegang hatten wir bislang anscheinend ausnehmendes Glück. Das Wetter ist ja meistens recht gut hier in der Karibik, aber es war jetzt fast zwei Wochen lang beinahe windstill. Dementsprechend hatten wir selbst bei den längeren Überfahrten quer durch das Karibische Meer so gut wie kein Wellengang. Es gab bislang nur einen Tag, an dem man hin und wieder mal gespürt hat, dass das Schiff sich bewegt, ansonsten war es sehr ruhig.

Letzter Stop in Grenada morgen

So langsam neigt sich die Reise dem Ende zu, die ersten Infos bezüglich der Abreiseformalitäten trudeln ein und man ist im Grunde schon dabei die Heimreise zu organisieren und zu planen. Witzigerweise wollte bei der Anreise über Barbados niemand meinen Reisepass oder sonstwas sehen. Jetzt, am Ende kommen sogar die Zollbeamten an Bord um von jedem persönlich die Reisepässe zu prüfen, bevor wir in den Flieger steigen und wieder heim fliegen. Die Logik müsste mir mal jemand erklären.

Morgen machen wir unseren letzten Stop auf Grenada und dann gehts nach Barbados und von dort wieder zurück nach Hause. Eigentlich wollte ich den letzten Tag auf Grenada mal keinen Ausflug machen, sondern an Bord bleiben. Da es aber der letzte Tag ist, würde ich sowieso nur an die Abreise denken und könnte das glaube ich garnicht mehr so wirklich genießen. Deswegen gehe ich morgen lieber nochmal auf eine Regenwald Wanderung um mir die Zeit zu vertreiben und ein paar Wasserfälle und einen Kratersee anzuschauen.

Danach muss ich dann leider schon wieder Koffer packen. Die muss man leider am Vorabend schon abgeben, damit sie am nächsten Tag zügig von Bord gebracht werden können.

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