Jotunheimen Nationalpark

Heute stand die Sognefjell Scenic Route entlang des Jotunheimen Nationalparks auf dem Programm. Diese führt bis in den Ort Lom, auf halbem Weg zum Geiranger Fjord. Dort wollte ich eigentlich jetzt gerade sein, doch dazu gleich mehr. Zunächst konnte ich aufgrund des besser gewordenen Wetters den Ausblick auf den Fjord und einen schönen Wasserfall von meinem Campingplatz aus noch etwas genießen.

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Danach ging es dann auf die Straße das letzte Stück des Sognefjords entlang bis an dessen Ende. Der längste Fjord Norwegens schlängelt sich immerhin stolze 180 km bis ins Landesinnere.

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Am Ende des Fjords begann der Aufstieg auf das Fjell hinauf. Der höchste Punkt der Route liegt bei 1440 m, also ein ordentlicher Aufstieg stand bevor.

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Der Weg führte bis hoch über die Baum- und auch die Schneegrenze hinauf. Sagenhafte Ausblicke gab es zu genüge unterwegs und das Wetter war traumhaft schön, wobei das Thermometer bis auf 1° fiel an der höchsten Stelle.

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Den Abstieg bis nach Lom hinunter habe ich dann aber leider nicht antreten können. Auf einem Parkplatz hat mich ein leicht verrückter, aber netter Norweger angesprochen und erzählt, dass der Weg wohl aufgrund einer Lawine gesperrt wäre. Nach kurzem überlegen, bin ich zunächst aber noch etwas weiter gefahren, weil ich den höchsten Punkt noch nicht ganz erreicht hatte. Auf dem Weg habe ich aber noch weitere Touristen getroffen, die das gleiche erzählten und bin dann schließlich doch umgekehrt. Ein paar km zuvor hatte ich ein Hotel gesehen, dort wollte ich fragen was da dran war. Das Hotel lag schon relativ hoch an einem Wanderparkplatz und dort haben sie die Geschichte bestätigt, dass die Straße aktuell gesperrt ist und heute auch nicht wieder geöffnet wird. Nähere Details wussten sie aber auch nicht.

Die Gelegenheit war also gut das Beste aus der Situation zu machen und den Wanderparkplatz für einen Ausflug in den Jotunheimen Nationalpark zu nutzen. Ein schöner Weg führte durch die Natur an Wasserfällen vorbei bis hoch zu einem kleinen See.

Während der Wanderung hatte ich mir so meine Gedanken zu der Sperrung gemacht. Den ganzen Weg wieder zurück zu fahren und eine andere Route in Richtung Geiranger Fjord zu nehmen, wäre ein ziemlicher Umweg. Es kann ja nicht so lange dauern ein paar Felsen weg zu räumen, also wollte ich eigentlich dort oben übernachten und am nächsten Tag den Weg fortsetzen. Als ich zurück am Camper war, hatten sich die Verkehrmeldungen schon aktualisiert und haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es war wohl eine größere Lawine oder es lohnt sich nicht, das noch vor dem Winter zu beseitigen, auf jedenfall bleibt die Passstraße bis Frühjar 2019 gesperrt.

Also blieb mir nichts anderes übrig, als einen anderen Weg zum Geiranger Fjord einzuschlagen. Ich bin den Weg wieder zurück und auf einer anderen Route in Richtung Norden weiter gefahren. Außer dass ich heute ein paar Kilometer mehr als gedacht gefahren bin, wirft das meine Planung nicht wirklich durcheinander. Bis zum Geiranger Fjord habe ich jetzt noch knapp 100 km vor mir und nähere mich halt von der anderen Seite.

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Einen Vorteil hatte es, ich konnte den Sognefjord bei schönem Wetter noch etwas genießen.

Einen Gletscher habe ich heute dann kurz vor dem Ziel auch noch aus der Nähe gesehen.

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Übernachtet wird heute in Byrkjelo, einem kleinen Ort kurz vor dem Nordfjord, den ich morgen dann mit der Fähre überquere.

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